Energieberatung im Mittelstand

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Energieberatungen in kleinen und mittleren Unternehmen.

WER WIRD GEFÖRDERT?

Reichert (l.) im Gespräch mit Panse (r.)Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten mit einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro.

Nicht antragsberechtigt sind Betriebe, die im laufenden oder dem vergangenen Kalenderjahr Steuerentlastungen nach §10 des Stromsteuergesetzes oder §55 des Energiesteuergesetzes beantragt haben.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

Gefördert werden qualifizierte Energieberatungen, die den Anforderungen an ein Energieaudit entsprechen. Eine ergänzende Förderung durch andere öffentliche Mittel ist möglich. Zu beachten gilt es hierbei, dass die Förderhöhe einer gleichartigen Maßnahme 90% der förderfähigen Ausgaben nicht überschreitet. 

ENERGIEBERATUNG

Bei der geförderten Energieberatung identifiziert ein vom BAFA zugelassener Energieberater auf Basis vorhandener energietechnischer Daten und einer Betriebsbesichtigung die Einsparpotentiale im Betrieb.

Das Ergebnis der Prüfung wird in einem Abschlussbericht dokumentiert, der alle Aspekte des Energiebedarfs und Energieverbrauchs im beratenen Unternehmen umfasst:

  • Beschreibung der Ausgangssituation.
  • Beschreibung bestehender Mängel.
  • Vorschläge für Energieeffizienzmaßnahmen.
  • Ggf. Hinweise auf Fördermöglichkeiten für Energieeinsparmaßnahmen.

Wenn ein Unternehmen Netto-Energiekosten von über 10.000 Euro pro Jahr hat, wird in einer tiefgreifenden Energieverbrauchsanalyse ein detaillierter, firmenspezifischer Maßnahmenplan zur Realisierung eines optimalen Energieeinsatzes erstellt. Der Abschlussbericht enthält folgende Details:

  • Erfassung und Auswertung der Mengen und Kosten des gesamten Energieverbrauchs mit exakter Erfassung des IST-Zustandes auf Basis aktueller Energiebedarfsberechnungen.
  • Genaue Darstellung der Schwachstellen und detaillierte Quantifizierung der Einsparpotentiale.
  • Erstellung einer Prioritätenliste zu energetischen Optimierungsmöglichkeiten mit Vorschlägen für Investitionen in Energieeinsparmaßnahmen und möglichen Einsatz erneuerbarer Energien.
  • Wirtschaftliche Bewertung aller aufgezeigten Vorschläge und Handlungsempfehlungen.
  • Hinweise auf Fördermöglichkeiten bei investiven Maßnahmen.


Achtung: Einige Förderprogramme können nur durch vom BAFA zugelassene Energieberater beantragt werden. Hierfür ist eine qualifizierte Energieberatung im Vorfeld der Maßnahmen unabdingbar. Die Klimaschutzprofis des MITTELSTANDSVERBUNDES beraten Sie gerne, bei welchen Förderungen die Mitwirkung eines Energieberaters sinnvoll ist.

WIE WIRD GEFÖRDERT?

Förderung (BAFA)**
in Euro
Ersparnis
in Euro
über 10.000 Euro NEK/a* 80 Prozent, max. 6.000 bis zu 6.000
unter 10.000 Euro NEK/a* 80 Prozent, max. 1.200 bis zu 1.200

*NEK/a: Summe der Netto-Energiekosten pro Jahr (Strom + Gas + Öl + Fernwärme etc.).
***Die Fördermittel stammen aus einem Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. 

Achtung: Für die Energieberatung können Sie innerhalb eines Zeitraumes von 24 Monaten nur einmal eine Förderung erhalten.

WIE SETZT SICH DER EIGENANTEIL ZUSAMMEN?

Der Eigenanteil setzt sich zusammen aus dem verbleibenden Anteil am Beraterhonorar, den Fahrtkosten des Beraters sowie der Mehrwertsteuer des Rechnungsbetrags.

Beispiel: Ausgehend von einem Beraterhonorar von 1.000 Euro/Tag und einer Energieberatung verbleibt also ein Eigenanteil von 200 Euro zzgl. Fahrtkosten und MwSt.

  • Berater auswählen: 
    Sie können einen Berater aus der Energie-Effizienz-Expertenliste der Deutschen Energieagentur (dena), www.energie-effizienz-experten.de, auswählen.
  • Energieberatung Mittelstand beantragen:
    Die Antragsstellung und – Fördermittel-Administration können Sie vollständig auf den Energieberater übertragen, so dass Sie sich voll auf Ihr Tagesgeschäft konzentrieren können. Der Energieberater reicht Ihren Antrag auf Förderung online beim BAFA ein.

    Auf Basis der online übermittelten Daten trifft das BAFA eine Entscheidung über den Antrag. Das BAFA behält sich vor, ergänzende Unterlagen wie die Selbsterklärung zur Einhaltung der KMU-Kriterien anzufordern, sofern dies für die Bearbeitung notwendig ist.
  • Beratungsvertrag abschließen:
    Erst nach Beantragung der Zuwendung beim BAFA darf mit der Beratungsmaßnahme begonnen werden. Als Beginn gilt dabei der Abschluss eines Beratungsvertrages mit dem Energieberater.
  • Beratung durchführen lassen:
    Der Beratungszeitraum beträgt maximal 12 Monate ab Erteilung der Zusage durch das BAFA. Er beginnt mit dem Erhalt des Zuwendungsbescheids. Inhalt und Ergebnis der Beratung erhalten Sie von Ihrem Berater in einem schriftlichen Abschlussbericht. Das Berichtsformat entspricht den Anforderungen an ein Energieaudit im Sinne der EU-Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU. Die Beratungsergebnisse hat der Berater Ihnen bzw. Ihrer Geschäftsleitung vorzustellen und zu erläutern.
  • Verwendungsnachweisunterlagen einreichen:
    Nach Beendigung der Beratung reichen Sie eine Kopie der Beraterrechnung samt Zahlungsnachweis, den Beratungsbericht, die „De-Minimis“-Erklärung sowie eine Aufstellung der vom Energieberater durchgeführten und begleiteten Maßnahmen zur Umsetzung ein.

    Achtung: Sofern die Abrechnungsunterlagen nicht spätestens 12 Monaten nach Erhalt des Zuwendungsbescheides bei der Bewilligungsbehörde vorliegen, ist die Voraussetzung für die Zuschussgewährung nicht mehr gegeben.
  • Auszahlung der Zuwendung:
    Das BAFA zahlt den Zuschuss an Sie aus, sobald die Prüfung des Verwendungsnachweises abgeschlossen ist.

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Ansprechpartner

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Tel.: +49 (30) 59 00 99 664
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