Heizen mit erneuerbaren Energien: Wärmepumpen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Anschaffung von Wärmepumpen.

WER WIRD GEFÖRDERT?

Antragsberechtigt sind alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Unternehmensgröße.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

Gefördert werden alle Wärmpumpen, die folgende technische Voraussetzungen erfüllen:

  • Einbau eines Stromzählers bei elektrischen Wärmepumpen bzw. eines Gaszählers bei gasbetriebenen Wärmepumpen.
  • Installation eines Wärmemengenzählers.
  • Eine Fachunternehmererklärung muss vorliegen zur Erfüllung der technischen Voraussetzungen der eingesetzten Pumpen.

Zusätzlich gelten Anforderungen für Wärmepumpen, die für die Raumheizung genutzt werden:

  • Nachweis des hydraulischen Abgleichs des Heizungssystems. Davon ausgenommen sind Wärmepumpen mit Direktverdampfung durch Erdwärme und Direktkondensation im beheizten Gebäude.
  • Nachweis über die Anpassung der Heizkurve der Heizungsanlage an das entsprechende Gebäude.

Nicht gefördert werden Luft, Luft-Wärmepumpen und Wärmepumpen, die die produzierte Wärme direkt an die Luft übertragen. Ebenfalls von der Förderung ausgeschlossen sind Wärmepumpen zur reinen Warmwasserbereitstellung.

Eine Liste förderfähiger Wärmepumpen ist auf der Webseite des BAFA einsehbar.

WIE WIRD GEFÖRDERT?

Eine Förderung kann in Form einer Basis-, Innovations- und Zusatzförderung beantragt werden.

Basisförderung:

Die Basisförderung zur Errichtung einer Wärmepumpe wird gewährt, wenn zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Wärmepumpe seit mindestens zwei Jahren ein Heizungssystem installiert war. Folgende Verwendungen von effizienten Wärmepumpen bis 100 kW Nennwärmeleistung werden gefördert:

Für Wohngebäude:
Kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung, sowie Raumheizung, wenn die Warmwasserbereitung zu einem wesentlichen Teil durch weitere erneuerbare Energien erfolgt.

Für Nichtwohngebäude:

  • Raumheizung.
  • Bereitstellung von gewerblicher Prozesswärme und von Wärme für Wärmenetze.

Folgende Förderungen sind möglich:

  • Elektrische Wärmepumpen mit Luft als Wärmequelle mit leistungsgeregelter und/oder monovalenter Betriebsweise: 40 Euro/kW, mind. 1.500 Euro
  • Anlagen mit sonstigen elektrischen Wärmepumpen: 1.300 Euro
  • Elektrische Wärmepumpen mit der Wärmequelle Erde und Wasser: bis zu 100 Euro/kW, mind. 4.000 Euro
  • Elektrischen Wärmepumpen mit der Quelle Erdwärme und bei gleichzeitiger Durchführung einer Erdsondenbohrung: mind. 4.500 Euro*
  • Sorptions- und gasmotorische Wärmepumpen: bis zu 100 Euro/kW, mind. 4.500 Euro**

*Die Förderung wird nur dann gewährt, wenn die Bohrfirma nach der Technischen Regel DVGW W120-2 zertifiziert ist und der Antragssteller einen Nachweis einer verschuldensunabhängigen Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden erbracht hat.
**Die Voraussetzungen der Durchführung für Erdsondenbohrungen gelten auch für gasbetriebene Wärmepumpen.

Innovationsförderung:

Es wird eine Innovationsförderung von bis zu 50 Prozent der Basisförderung gewährt, wenn die Wärmepumpe eine hohe Jahresarbeitszahl aufweist oder über eine verbesserte Systemeffizienz nach den Anforderungen des BAFA verfügt. Die Fördersätze werden in der folgenden Tabelle dargelegt.

Gebäudebestand:

Betriebsart/ Wärmequelle Betriebsweise/ Wärmepumpenart Fördersatz je kW Mindestfördersatz
Elektrisch/ Luft leistungsgeregelt und/oder monovalent 60 Euro 2.250 Euro
Elektrisch/ Luft Sonstige Wärmepumpen 60 Euro 1.950 Euro
Elektrisch/ Sole Sole-Wärmepumpe mit Erdsondenbohrung 150 Euro 6.750 Euro
Elektrisch/ Erde und Wasser Sonstige Erdwärme-/Grundwasser- Wärmepumpe 150 Euro 6.000 Euro
Gas/ Alle - 150 Euro 6.750 Euro

Neubau:

Betriebsart/ Wärmequelle Betriebsweise/ Wärmepumpenart Fördersatz je kW Mindestfördersatz
Elektrisch/ Luft leistungsgeregelt und/oder monovalent 40 Euro 1.500 Euro
Elektrisch/ Luft Sonstige Wärmepumpen 40 Euro 1.300 Euro
Elektrisch/ Sole Sole-Wärmepumpe mit Erdsondenbohrung 100 Euro 4.500 Euro
Elektrisch/ Erde und Wasser Sonstige Erdwärme-/Grundwasser- Wärmepumpe 100 Euro 4.000 Euro
Gas/ Alle - 100 Euro 4.500 Euro

Für die Bereitstellung von Prozesswärme durch effiziente Wärmepumpen können bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten (maximaler Förderbetrag 18.000 Euro) gefördert werden.

Zusatzförderung:

Eine Zusatzförderung wird gewährt als:

  1. Kombinationsbonus in Höhe von 500 Euro je Anlagenkombination für folgende Optionen:
    - Bei gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Biomasse- oder Solarkollektoranlage.
    - Bei gleichzeitiger Errichtung einer nicht förderfähigen Solarkollektoranlage mit einer Mindestbruttokollektorfläche von 7 m2, wenn diese einen Beitrag als Wärmequelle für die Wärmepumpe leistet.
    - Wenn die Wärmepumpe an ein Wärmenetz angeschlossen wird.
  2. Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage, wenn diese im Zusammenhang mit dem Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe erfolgen oder im Rahmen des Förderprogramms eine bereits geförderte Wärmepumpe optimieren, deren Inbetriebnahme länger als drei Jahre, höchstens jedoch sieben Jahren zurückliegt.

    Zudem sind Optimierungen für geförderte Wärmepumpen nach mindestens einem Betriebsjahr nach Inbetriebnahme förderfähig. Die Förderung für Optimierungsmaßnahmen kann einmalig als Investitionszuschuss
    - bis höchstens 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten oder
    - höchstens 50 Prozent der Basisförderung betragen.
  3. Lastmanagementfähigkeit mit bis zu 500 Euro, wenn Schnittstellen vorhanden sind, um die Wärmepumpe netzdienlich aktivieren zu können.

    Fördervoraussetzung ist, dass ein Speicher mit einem Volumen von mindestens 30 Liter je kW errichtet wird sowie das Zertifikat „Smart Grid Ready“ oder eine Herstellererklärung vorhanden ist.
  4. Gebäudeeffizienzbonus mit bis zu 50 Prozent der Basisförderung, wenn die Wärmepumpe in einem effizienten Wohngebäude installiert wird. Ausgenommen sind Nichtwohngebäude und Neubauten. Als effizient gilt ein Gebäude, das die Anforderungen eines KfW-Effizienzhauses 55 erfüllt.

Die Antragsstellung für die Basis- und Innovationsförderung muss vor dem Vorhabenbeginn, d.h. vor Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrages erfolgen.

Nach Erteilung des Zuwendungsbescheides muss innerhalb des neunmonatigen Bewilligungszeitraumes die Anlage errichtet und in Betrieb genommen werden. Bei der Innovationsförderung müssen zusätzlich ein vorhabenbezogenes Angebot und eine separate Berechnung der Jahresarbeitszahl eingereicht werden.

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