Kreislaufwirtschaft 4.0 – 22. Netzwerkkonferenz Ressourceneffizienz (NeRess) in Berlin

Das Netzwerk Ressourceneffizienz (NeRess) des Bundesumweltministeriums (BMU) lud am 18. November zu einem Fachkongress mit dem Themenschwerpunkt „Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft“ ins dbb FORUM Berlin ein. Im Fokus der Veranstaltung: Umsetzungsbeispiele einer verlängerten Nutzung und Kreislaufführung von Rohstoffen. DER MITTELSTANDSVERBUND beteiligt sich seit Jahren aktiv an der Debatte, um Lösungsansätze für einen effektiven und effizienten Umgang mit Ressourcen zu entwickeln. In diesem Kontext wird auch der „Initiativkreis Plastik“ des MITTELSTANDSVERBUNDES im Frühjahr 2020 zum dritten Mal in Berlin stattfinden.

Berlin, 19.11.2019  – Passend zur Veröffentlichung der aktuellen Zahlen zum „Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland im Jahr 2017“ des Umweltbundesamtes (UBA) trafen sich Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft bei der 22. Netzwerkkonferenz (NeRess). Diskutiert wurde über Treiber und Hemmnisse, wie Produkte und Rohstoffe durch ein sinnvolles Abfallmanagement und Recycling dem Wirtschaftskreislauf erneut zugeführt werden können.

Das Netzwerk Ressourceneffizienz (NeRess) lud zu einem Fachkongress mit dem Themenschwerpunkt „Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft“.DER MITTELSTANDSVERBUND bringt sich auf vielen Ebenen auch in den Bereichen Klimaschutz und Ressourceneffizienz mit großem Engagement und Expertise ein. „Die aktuellen, uns vorliegenden Zahlen zeigen, dass wir hier auch in den nächsten Jahren noch vor Herausforderungen stehen. Ich sehe aber auch die öffentliche Hand in einer Bringschuld, die sich im Bereich der öffentlichen Beschaffung bei ihrem Wort nehmen lassen muss. Man kann nicht Wasser predigen und Wein trinken“ so Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer des MITTELSTANDSVERBUNDES.

Die Studie des UBA klärt über die in Deutschland in Verkehr gebrachte Menge an Verpackungen (Verpackungsverbrauch) für die Materialgruppen entsprechend der europäischen Verpackungsrichtlinie auf. Im Ergebnis fielen im Jahr 2017 18,72 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an - so viel wie nie; drei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dies nahm Dr. Martin Vogt vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz zum Anlass, eindringlich auf die Priorität hinzuweisen, welche die Themen Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft inne haben: „Es ist an der Zeit, diese beiden Themenkomplexe endlich zusammen zu beleuchten, denn nur durch das Schließen von Kreisläufen kann es uns gelingen, Ressourcen einzusparen.“ Dr. Christoph Epping, Unterabteilungsleiter „Ressourcenschutz Kreislaufwirtschaft“ des Bundesumweltministeriums, erweiterte diesen Ansatz und führte den Dreiklang aus einer nachhaltigen Rohstoffpolitik, der Rohstoffeffizienz und der Kreislaufwirtschaft ins Feld.

Bei der Podiumsdiskussion war man sich einig, dass der Antritt der neuen EU-Kommission wegweisend sein wird, bei einer in dieser Gemengelage nicht zu unterschätzenden Rolle des Klimaschutzes. Klimaschutz muss nach Ansicht des Panels dringend in die Betrachtung der Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft miteinbezogen werden. Denn - so der Tenor der Diskutanten - vom Klimaschutz kann auch die Kreislaufwirtschaft lernen. Die nun mit dem Klimapaket vereinbarten Minderungsziele in den einzelnen Sektoren könnten dabei als Vorbild dienen.

DER MITTELSTANDSVERBUND begleitet die aktuelle Debatte aufmerksam mit Maß und Ziel, denn es gilt zu beachten: Der neue Höchststand beim Verpackungsmüllverbrauch bezieht sich auf das Jahr 2017. Seitdem ist viel passiert: Plastiktüten wurden verboten, Einwegverpackungen in Teilen ebenso und auch die freiwilligen Selbstverpflichtungen des Handels beispielsweise bei der Eigenmarkenproduktion muss in die Betrachtung mit einfließen. Es ist also durchaus denkbar, dass das Verpackungsaufkommen in der Zwischenzeit leicht zurückgegangen ist, die nun veröffentlichte Zahlen das aber noch nicht wiederspiegeln. Eine naheliegende Annahme, wenn man die Entwicklung der letzten Jahre verfolgt.

„Unsere Mitglieder zeigen sich gesprächsbereit und dem Thema Ressourceneffizienz offen zugewandt. Dies belegt auch die Nachfrage nach dem Format „Initiativkreis Plastik“, das vom MITTELSTANDSVERBUND 2018 ins Leben gerufen wurde, nachdrücklich“, benennt Dr. Ludwig Veltmann den neuen „Arbeitskreis Ressourceneffizienz im Mittelstand“ - ehemals „Initiativkreis Plastik“ - welcher im Frühjahr 2020 zum dritten Mal zusammenkommen wird. Vertreter aus den unterschiedlichen Stufen der Wirtschaft, Politik, Verbänden und Verbundgruppen werden an einen Tisch gebracht, um neue Ansätze und Best Practices zur Thematik zu besprechen.

Alle Verbundgruppen sind herzlich eingeladen, sich durch eine Teilnahme oder Eingaben vorab an dieser Diskussion rege zu beteiligen.

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