Startschuss für E-Auto-Praxistest – Klimaprofis machen Elektromobilität erlebbar

Bis zum Jahr 2019 sollen mit Hilfe des Projekts „Klimaprofi für den Mittelstand“ bei Bäckern, Fleischern, Friseuren, Apotheken und Kfz-Betrieben insgesamt mindestens 8.200 Tonnen CO2 pro Jahr durch entsprechende ressourcenschonende Maßnahmen eingespart werden. Jetzt gab DER MITTELSTANDSVERBUND den Startschuss für seinen Elektroauto-Praxistest.

Köln, 20.11.2017 – DER MITTELSTANDSVERBUND hat Anfang des Jahres 2016 das Förderprojekt „Klimaprofi für den Mittelstand“ ins Leben gerufen, um Unternehmen klimafit zu machen. Das vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Projekt richtet sich an Branchen, die beim Energiesparen bisher kaum in Erscheinung getreten sind – Bäcker, Fleischer, Friseure, Apotheken und Kfz-Betriebe. „Nach mehr als einem Jahr Projektlaufzeit ist die Resonanz aus Verbundgruppen und Anschlusshäusern sehr positiv. Das Ziel, bis Ende des Jahres 150 Klimaschutzberatungen durchzuführen, haben wir bereits frühzeitig im Jahr 2017 erfüllt.“, erklärt Ernst Panse, Leiter Klima und Energie im MITTELSTANDSVERBUND.

Klimaprofis unter Strom – Aufladen statt tanken

Die Schlüsselübergabe (v.l.): Steffen Krassau (Nissan), Kay Grundig (Autocenter Dresden), Ernst Panse (Leiter Klima und Energie DER MITTELSTANDSVERBUND), Bäcker Andreas Wippler, Daniel Linke (Vorstand Bäko Ost eG)

„Doch hohe CO2-Einsparpotenziale liegen nicht nur in der Sanierung von Kälteanlagen, der Erneuerung von veralteten Beleuchtungsanlagen oder bei dem Einsatz von Ökopapier, sondern auch in der Mobilität“, so Ernst Panse. Daher können Unternehmen aus den fünf Pilotbranchen seit November 2017 zusätzlich zur Klimaschutzberatung kostenlos E-Fahrzeuge für eine Woche im Arbeitsalltag testen. Aufladen statt tanken lautet die Devise, denn: Elektrofahrzeuge sind ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende.

„Mittelständische Unternehmer sind Vorreiter beim Klimaschutz. Wir wollen, dass das so bleibt. Daher bieten wir Unternehmen aus den fünf Pilotbranchen nun die Möglichkeit, selbst einmal ein Elektroauto für den geschäftlichen Betrieb zu nutzen. Unser Ziel: Vorurteile abbauen und für Elektromobilität begeistern.“, erklärt Panse.

Elektromobilität als Aushängeschild

Elektroförderer (v.l.): Kay Grundig (Autocenter Dresden), Ernst Panse (Leiter Klima und Energie DER MITTELSTANDSVERBUND), Bäcker Andreas Wippler, Dr. Daniel Linke (Vorstand BÄKO Ost eG)

In Zusammenarbeit mit der BÄKO Ost eG geht DER MITTELSTANDSVERBUND dieses Projekt an. Bäckereien etwa können mit dem e-Fahrzeug ihre Teigrohlinge zu den Verkaufsstellen fahren, Fleischereien ihre Catering-Platten transportieren – aber auch für Apotheker bietet sich das klimafreundliche Mobil an, um Medikamente auszuliefern. 

Der Bäcker Andreas Wippler aus Dresden ist einer der ersten Teilnehmer der einwöchigen E-Auto-Testfahrt. Er produziert und verkauft nicht nur frische Brötchen und süße Teilchen, sondern möchte auch seinen Teil zum Klimaschutz beitragen. Das Thema Klimaschutz und speziell Elektromobilität passe gut zu seinem Image und zum Konzept. „Wir sind ja regional unterwegs und hier sind wir in einem Stadtgebiet, wo das Thema Umweltschutz und die Nähe zur Natur eine besondere Bedeutung hat. Regionalität hat für uns einen wichtigen Stellenwert. Daher beziehen wir unsere Mehle aus der Dresdner Mühle oder unsere Früchte vom Elbhang,“, so Wippler.

Vorurteile abbauen – testen und mitreden

„Elektromobilität sei derzeit in aller Munde. Nur leider hätten die wenigsten Unternehmen eine konkrete Vorstellung davon, wie diese in der betrieblichen Praxis tatsächlich funktioniere“, so Dr. Daniel Linke, Geschäftsführender Vorstand der BÄKO Ost eG.

Andreas Wippler bestätigt das Bild: „Viele haben vielleicht auch Angst, dass sie irgendwo hinfahren wollen und es geht nicht. Daher ist es wichtig, mit solchen Testfahrt-Aktionen Vorurteile abzubauen. Denn dann kann man auch mitreden.“

 Insgesamt beliefert die Bäckerei Wippler von ihrer Backstube aus vier weitere Verkaufsstellen, die alle sehr nah beieinander liegen. Die Lieferstrecke betrage insgesamt etwa 12 Kilometer – „Distanzen, die absolut machbar sind. Daher stellte sich für uns hier die Frage nach einem Elektroauto.“, so Wippler.

Von den Testergebnissen erhofft sich DER MITTELSTANDSVERBUND wesentliche Erkenntnisse zur Praxistauglichkeit von Elektrofahrzeugen und insbesondere auch Offenheit gegenüber dem Thema E-Mobilität. Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Dr. Ludwig Veltmann, ruft daher die Mitglieder in den betroffenen Branchen zur Beteiligung an dem Pilotprojekt auf. „Klimaschonende Maßnahmen sichern nicht nur die eigene Zukunft Ihres Unternehmens. Sie helfen auch ein Stück weit, unseren Planeten lebenswert zu halten und die Umwelt zu schützen“.

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